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Forschung

Die Professur für Alte Geschichte an der Universität Osnabrück hat verschiedene Forschungsschwerpunkte im Bereich der antiken Sozialgeschichte (Geschichte der Familie, Geschlechtergeschichte), der politisch orientierten Kulturgeschichte (Geschichte des Raums von Stadt und Haus, Semantik von Herrschaft/Führung, Alltagsgeschichte), der historischen Anthropologie (Emotionen) und der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte.

Schwerpunktmäßig werden folgende Achsen verfolgt:

Performanz von Frauen in antiken Gesellschaften (Geschlechterforschung)

Im Mittelpunkt der Projekte stehen Formen und Axiome des Handelns sowie Handlungsspielräume weiblicher Eliten und Zuschreibungen von Geschlechterrollen. 

Basilissae. Die hellenistischen Königinnen.

Matronage. Ein Strukturansatz zur Beschreibung weiblicher Netzwerke und der Protektion durch Frauen.

Das Feld der Matronage umfasst die Erforschung der Rolle und Handlungsspielräume von antiken Herrscherfrauen. Es umfasst verschiedene Arbeiten und Projekte u.a. zu römischen Kaiserfrauen. Ein Ergebnis dieses Forschungsfeldes ist der Sammelband "Matronage", der in Anschluss an die Fachtagung im März 2012 an der Universität Osnabrück von Frau Prof. Dr. Christiane Kunst herausgegeben wurde.

Die Krise ist weiblich. Soziale Struktur und diskursive Macht als Gender Problem im klassischen Altertum.

Krisen sind ein Moment der Entscheidung, der Potentialität, in denen gegebene Strukturen und Ordnungen in Frage gestellt oder gar außer Kraft gesetzt werden. In der griechisch-römischen Antike ist die Krise auch ein Moment der Frauen. Dies ist umso erstaunlicher, als in Griechenland und Rom, wo vor allem Kriege der Auslöser für innergesellschaftliche Krisen sind, die politische Bühne wie auch das soziale und literarische Leben durch Männer dominiert wird. Sind Krisen also ein Moment, in dem die Geschlechterverhältnisse neu festgelegt werden können?

Das Projekt befindet sich im Verbund der Fächer klassische Philologie und Alte Geschichte der Universitäten Osnabrück und Göttingen.

Interventionen von Frauen in der Krise der römischen Republik

Das Projekt ist Teil der Kooperation Die Krise ist weiblich.

Die „Freiheit der Witwen“: Netzwerkstrategien weiblicher Eliten in der Spätantike

Studentische Projekte aus dem Bereich historische Geschlechterforschung:

Projektgruppe KaiPries

Die Projektgruppe KaiPries ist hervorgegangen aus einem Seminar zu römischen Kaiserpriesterinnen aus dem Wintersemester 2015/16. Die Projektgruppe besteht sowohl aus Studierenden als auch als Mitarbeitern der Alten Geschichte und erforscht epigraphische Quellen zur Ausübung des römischen Kaiserkultes durch Priesterinnen.

Römische Kaiserfrauen auf Münzen

Das ältere Projekt "Kaiserfrauen auf Münzen wurde von Prof. Dr. Christiane Kunst (damals PD) in Zusammenarbeit mit Anja Schulz M.A. bereits 2006 an der Universität Potsdam durchgeführt. Es galt den römischen Kaiserfrauen auf Münzen von der Zeit der julisch-claudischen Dynastie bis hin zu den Severern.

Augusta Cornelia Salonina

Ziel dieses studentischen Projekts, aus dem Wintersemester 2012/13, das weit über das Semester hinaus betrieben wurde, war die Sammlung, Kartierung und Auswertung aller erreichbaren Quellen zu dieser Persönlichkeit. So wurde einerseits die Rolle einer römischen Kaiserfrau im bewegten dritten Jahrhundert beleuchtet, andererseits praxisnah die Zusammenschau verschiedener Quellengattungen geübt.

Zeichensysteme

Im Mittelpunkt unserer Forschungstätigkeit auf dieser Achse steht die Entschlüsselung von Kommunikationsprozessen mittels komplexer Zeichen.

Emotionen des Politischen

Dieses Projekt gilt der Funktion von Emotionen und Emotionalsierung in der politischen Kommunikation Roms in Republik und Principat.

Römische Religion (er)leben: Der emotionale Charakter römischer Religion

Konfliktlandschaften

Die Alte Geschichte Osnabrück nimmt sich seit einigen Jahren immer mehr antiken Konfliktlandschaften an und untersucht aus kulturgeschichtlicher Perspektive diverse Aushandlungsprozesse zwischen Individuen, innerhalb von Kollektiven und zwischen verschiedenen Akteuren. Die Alte Geschichte ist Teil der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Konfliktlandschaften (IAK) und forschte in diesem Bereich zur Alexanderschlacht am Granikos. Ergebnis dieses Projekts ist der publizierte Sammelband „Alexander der Große am Granikos. Die Erzählung der Schlacht als Konfliktort“