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Interventionen von Frauen in der Krise der Römischen Republik

Die Zeit von den Punischen Kriegen bis zum Untergang der Republik und ihre Transformation in eine monarchische Herrschaft ist gekennzeichnet durch eine Abfolge von Krisen, die sämtliche Lebensbereiche erfassten. Krisen sind ein Moment der Entscheidung, der Potentialität, in denen gegebene Strukturen und Ordnungen in Frage gestellt oder gar außer Kraft gesetzt werden. In der griechisch-römischen Antike ist die Krise auch ein Moment der Frauen. Dies ist umso erstaunlicher, als in Griechenland und Rom, wo vor allem Kriege der Auslöser für innergesellschaftliche Krisen sind, die politische Bühne wie auch das soziale und literarische Leben durch Männer dominiert wird. Krisen sind also ein Moment, in dem die Geschlechterverhältnisse neu festgelegt werden können. Während die Diagnose der Krisensymptome, vor allem mit Blick auf ihre scheinbare Alternativlosigkeit, die Forschung intensiv beschäftigt hat, blieb die Frage des Krisenmanagements randständig und fokussiert auf die institutionelle Ebene.

Ziel des Teilprojekts ist es, zu ergründen, inwiefern sich Krisenmanagement bzw. -bewältigung auch mit weiblichen Handlungsspielräumen befasste. Dafür werden durch eine Untersuchung politischer Interventionen von Frauen in der Krise alternative soziale Interaktionsmuster im öffentlichen Raum Roms sichtbar gemacht und nach deren Relevanz für das Verhältnis der Geschlechter im Republikanischen Rom zu gefragt.

Dissertationsprojekt von Anna Katharina Romund, M. Ed. 
eingereicht am 31.05.2022 

Teilprojekt des übergeordneten kooperativen Projektverbundes Die Krise ist weiblich.