Universität Osnabrück

Geschichte


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Forschungsschwerpunkte der Abteilungen

Alte Geschichte

Die Professur für Alte Geschichte hat ihre Forschungsschwerpunkte im Bereich der antiken Sozialgeschichte (Geschichte der Familie, Geschlechtergeschichte), der politisch orientierten Kulturgeschichte (Geschichte des Raums von Stadt und Haus, Semantik von Herrschaft/ Führung, Alltagsgeschichte), und der historischen Anthropologie (Emotionen). Besonderes Interesse gilt aktuell den Formen und Axiomen des Handelns von Herrscherfrauen.

Archäologie der römischen Provinzen

Der Schwerpunkt der Archäologie in Osnabrück ist die Provinzialrömische Archäologie. Diese erforscht die Geschichte, Sachkultur und Zivilisation der dem Römischen Reich als Provinzen zugehörigen Gebiete sowie der grenznahen Territorien mit einheimisch/römischen Provinzkulturen. Die dem Forschungszweig eigene Interdisziplinarität zeigt sich in der Osnabrücker Forschungsstelle „Rom und Germanien“ in einer engen Zusammenarbeit mit Alt-, Ur- und Frühhistorikern.

Mittelalter

Die Forschungen zur Geschichte des Mittelalters konzentrieren sich in Osnabrück auf das Hochmittelalter. Sie umfassen regionalhistorische Arbeiten (Projekt Ankum), Neu-Editionen mittelalterlicher Quellen (Annales Pegavienses) und epigraphische Forschungen vor Ort. Einen hohen Stellenwert hat dabei die Vermittlung der Forschungsergebnisse an eine breitere Öffentlichkeit etwa in Form von Ausstellungen.

Frühe Neuzeit

Die Schwerpunkte der Forschung zur Frühen Neuziet liegen in der kulturhistorischen Friedensforschung, wobei insbesondere die Bereiche der Verfassungsgeschichte des Alten Reiches, der Geschlechtergeschichte und der politischen Kulturforschung im Zentrum stehen. Regionale Schwerpunkte liegen u. a. in der Geschichte des nordwestdeutschen und nordwesteuropäischen Raumes. Darüber hinaus sind am Lehrstuhl auch Projekte zur Sozial- und Kulturgeschichte des nordwestdeutschen Adels, zur Umweltgeschichte, zur Kulturtransferforschung zwischen dem Alten Reich und Schweden sowie zur Hof- und Zeremoniellforschung angesiedelt.

Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung

Die Forschung der Abteilung Neueste Geschichte weist einen deutlichen Schwerpunkt in der Historischen Migrationsforschung zum 19. und 20. Jahrhundert auf, aktuelle Projekte widmen sich vor allem Aspekten von Gewaltmigration im Kontext des Zweiten Weltkrieges und der Shoah sowie der Wissensproduktion durch Datifizierungspraktiken im Bereich der Migrationskontrolle. Auch im Feld der Gewaltgeschichte forschen wir zum Zusammenhang zwischen Herrschaft und Wissen sowie in mehreren Projekten zur Transformation gewaltüberformter Orte (Konfliktlandschaften). Als Querschnittsthemen prägen Methoden der Digital Humanities sowie Fragen der Geschichtsvermittlung im Sinne einer Public History viele unserer Forschungsprojekte, bei denen derzeit neben regionalhistorischen Bezügen Arbeiten zur jüdischen Geschichte sowie Kooperationen mit Partnern in Osteuropa an Bedeutung gewinnen. Unsere internationale Vernetzung verbindet uns u.a. mit Kooperationspartnern wie dem NIOD in Amsterdam, den Arolsen Archvies oder der Geschichtdswerstatt Leonid Levin in Minsk. Daneben arbeiten wir in Projekten mit dem Zentrum für verfolgte Künste, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder der Gedenkstätte Esterwegen. Zu unseren wichtigsten Partnern in der Region gehören die lolaken Gedenkstätten und Museen in Osnabrück sowie das Niedersächsische Landesarchiv. 

Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Die Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Osnabrück ist epochenübergreifend angelegt. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert und berücksichtigt insbesondere die niedersächsische Wirtschaftsgeschichte. Das Spektrum reicht dabei von regionalen Handelsnetzwerken des frühen 19. Jahrhunderts bis zur Bedeutung des Konsums für die Konstruktion der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft".

Didaktik der Geschichte

Ein wichtiges Forschungsfeld der Geschichtsdidaktik in Osnabrück ist der Geschichtsunterricht an Schulen. Was lässt sich empirisch über die Realität gegenwärtigen Geschichtsunterrichts sagen? Welche Wandlungen lässt eine geschichtliche Betrachtung des Geschichtsunterrichts sichtbar werden? Was sind theoretisch begründbare normative Setzungen für einen modernen Geschichtsunterricht? Wie lässt sich Geschichtsunterricht pragmatisch beeinflussen, um optimale Rahmenbedingungen für historisches Lernen zu schaffen?