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Exkursionen

Exkursion zu den „weißen Mönchen“ – Ein Tag in Bonn und Heisterbach

Am 8. Dezember begaben sich 27 Studierende mit den Dozenten Tanja Kalmlage und Sebastian Steinbach auf die Spuren des mittelalterlichen Zisterzienserordens. In einer vorbereitenden Sitzung Ende November wurden gemeinsam Texte zur Entstehung und Entwicklung des Ordens von seiner Gründung bis zum Ende des 15. Jahrhunderts gelesen und besprochen.

Somit ging es gut vorbereitet mit dem Bus zunächst nach Bonn. Nach einer interessanten eineinhalbstündigen Führung durch die derzeitige Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“ im LVR-Landesmuseum blieb noch ausreichend Zeit, sich anschließend die über 200 Exponate aus ganz Europa noch einmal in Ruhe anzusehen. Darunter befand sich, neben zahlreichen anderen Handschriften, auch der um 1300 im Zisterzienserinnenkloster Rulle entstandene Codex Gisle aus dem Osnabrücker Bistumsarchiv. Aber auch durch Ausstellungsstücke der Bauplastik, des Kunsthandwerks sowie der Alltagskultur wurde ein facettenreicher Einblick in die Welt des Klosters geboten.

Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter zum Zisterzienserkloster Heisterbach, dessen Reste des Chores der ehemaligen gotischen Abteikirche – die zweitgrößte nach dem Kölner Dom – noch heute Staunen erregen. Ein plötzlich einsetzendes Schneetreiben sorgte für eine stimmungsvolle weiße Landschaft, die den Historienmalern des 19. Jahrhunderts, von denen die Kirchenruine gerne gemalt wurde, sicherlich gut gefallen hätte. Anschließend erfolgte eine Abschlussbesprechung in der „Zehntscheune“, die als passende Umgebung auch die Rolle der Zisterzienser für die Wirtschaft des Mittelalters lebendig werden ließ. Nicht umsonst nennt man den Orden in der Forschungsliteratur auch den „Konzern der weißen Mönche“. Der Vergleich mit Grundrissen anderer Klöster wie Fontenay oder Eberbach, die zuvor besprochen worden waren, gestattete so auch einen Blick in die speziellen Formen zisterziensischer Klosterarchitektur.

Nach einer angenehmen Rückfahrt mit kräftigem Schneefall im Bergischen Land trafen alle wieder mit zahlreichen neuen Eindrücken in Osnabrück ein und Personen wie Robert von Molesme oder Fachbegriffe wie Grangienwirtschaft sind nun für keinen der Teilnehmer mehr ein Fremdwort. 

Exkursion nach Malta, 15.-22. Februar 2017

Mit Historikerinnen und Historikern eine Woche lang die Insel Malta erkunden:

  • von steinzeitlichen Tempeln und Ausgrabungen der Römerzeit
  • über den Apostel Paulus und seine Bedeutung für Malta,
  • das maltesische Mittelalter und die Frühe Neuzeit, als Malta Sitz des Ritterordens der Johanniter/Malteser war,
  • bis zur Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Maltas Position in der Mitte des militärisch umkämpften Mittelmeeres während des Zweiten Weltkrieges und als Anlaufpunkt für Migrant_innen aus Nordafrika.

Wir nahmen uns eine Woche Zeit, diese Insel kennenzulernen und zu erforschen. Sachkundige Führungen, Begegnungen besonderer Art, auch mit maltesischen Kommiliton_innen, und der Blick hinter manche Kulissen: Abteilungsübergreifend führten Prof. Dr. Christiane Kunst, Prof. Dr. Christoph Rass und Prof. Dr. Thomas Vogtherr durch ein buntes Programm.

  • Besichtigung der Inselhauptstadt Valletta: Innenstadt, Befestigungen der Frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts, Palast der Großmeister des Johanniter-/Malteserordens, Besuch der St. John's Co-Cathedral sowie der eindrucksvollen Geschichtspräsentation Malta Experience
  • Besuch des German-Maltese Circle; Empfang durch den Präsidenten des Circle, Gespräche mit Mitgliedern und einer Vertretung der deutschen Botschaft
  • Besuch der University of Malta (http://www.um.edu.mt)
  • Ausflug auf die Nachbarinsel Gozo: Besichtigung der frühneuzeitlich geprägten Hauptstadt Victoria, der steinzeitlichen Tempel von Ggantija (Weltkulturerbe) und römischer Ausgrabungen
  • Stadtrundgang über die Drei Alten Städte Vittoriosa, Senglea und Cospicua gegenüber von Valletta: frühneuzeitliche Stadtpaläste der Ordenszeit, beeindruckende geographische Lage oberhalb der Hafenbucht von Valletta, Fort des 19. Jahrhunderts
  • Wanderung entlang der Victoria Line
  • Besuch der alten Inselhauptstadt Mdina-Rabat: Stadtrundgang (komplett erhaltene Bebauung des 17.-19. Jahrhunderts), Besichtigung der frühneuzeitlichen Kathedrale, des Kathedralmuseums mit einer beeindruckenden Dürer-Sammlung und der Stadtbefestigung
  • Besichtigung der St.-Pauls-Katakomben und der ausgegrabenen und museal präsentierten Domus Romana
  • Valletta im Weltkrieg: Besichtigung des noch im Zweiten Weltkrieg genutzten Fort St. Elmo sowie des World-War-Museum
  • Besuch des European Asylum Support Office und der Nationalbibliothek (besonderes Augenmerk: Geschichte des Johanniterordens)

Tagesexkursion nach Münster am 24. Juni 2016

Münster zieht ganzjährig Massen von Menschen an - nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten, welche die Stadt an der Aa auf engem Raum versammelt.
Wir haben einen Tag lang dieses historische Münster von seiner Entstehung am Ende des 8. Jahrhunderts bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges durchwandert und dabei näher kennengelernt. Wir schauten uns in diesem Zuge nicht nur im Rahmen einer Stadtführung die bedeutendsten erhaltenen Bauwerke des Mittelalters (Dom, Altes Rathaus etc.) an, sondern ließen uns ebenso durch einen Besuch des LWL-Museums und der hiesigen Domschatzkammer einen Einblick in die Epoche des Mittelalters geben.

Der Kölner Dom – Tagesexkursion am 30. Oktober 2015

Vielleicht der bedeutendste sakrale Bau Deutschlands überhaupt, in jedem Falle voller Geschichte und ein echter „Hingucker“ – das ist der Kölner Dom. Auch wenn er erst im 19. Jahrhundert vollendet wurde und niemals fertiggestellt sein wird, weil ständig an ihm weitergebaut und restauriert werden muss, ist er im Kern ein spätantikes und mittelalterliches Monument von Weltrang. Wir sahen ihn uns einen Tag lang genauer an: die Kirche von außen und von innen, die Schatzkammer und schließlich den Dom von unten, d.h. die Ausgrabungen unter dem heutigen hochgotischen Dom.

Hildesheim – Dommuseum und Stadtgeschichte

Exkursion zum neu eröffneten Dommuseum sowie zur stadtgeschichtlichen Ausstellung „Die Wurzeln der Rose“ in Hildesheim am 25. Juni 2015

Soeben ist das Dom-Museum in Hildesheim in neuen Räumen eröffnet worden, nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern einer der am umfassendsten erhaltenen deutschen Domschätze des Mittelalters überhaupt (www.dommuseum-hildesheim.de). Und da das Bistum Hildesheim im Jahr 2015 sein 1200jähriges Bestehen feierte, fand im benachbarten Roemer-und-Pelizaeus-Museum gleichzeitig eine umfassende Ausstellung zur Hildesheimer Stadtgeschichte und besonders zu den wichtigen Ausgrabungen im Dom statt (www.wurzeln-der-rose.de). Wieder einmal: Grund genug, sich dort umzusehen.

Wir schauten die Ausstellung unter Leitung des Domausgräbers Professor Dr. Karl Bernhard Kruse an. Durch das Dommuseum führte uns der Direktor Professor Dr. Michael Brandt. Ein Rundgang durch den Dom selber und durch die Stadt kam noch dazu.

MYTHOS HAMmaBURG – Hamburgs Frühgeschichte in neuer Sicht

Exkursion zur Hammaburg-Ausstellung und zu den archäologischen Grabungen im Hamburger Stadtzentrum am 24. April 2015

In einer großen Ausstellung zeigte das Archäologische Museum Hamburg die Ergebnisse der archäologischen Erforschung der früh- und hochmittelalterlichen Geschichte des Bischofssitzes, des Handelsortes und der künftigen Stadt Hamburg (weitere Informationen: www.amh.de). Kaum eine Stadt hat aufgrund solcher Forschungen in den vergangenen Jahrzehnten das Bild von der eigenen frühen Entwicklung so sehr revidieren müssen wie gerade Hamburg. Grund genug, sich die Ausstellung und die laufenden Grabungen auf dem Hopfenmarkt im Stadtzentrum genauer anzusehen. 

Wir hatten die einmalige Möglichkeit, das unter persönlicher Führung des Direktors des Archäologischen Museums und Landesarchäologen der Freien und Hansestadt Hamburg, Professor Dr. Rainer-Maria Weiss, zu tun. Er stand uns einen knappen Tag lang zur Verfügung und war der denkbar kompetenteste Begleiter durch die Ausstellung in Hamburg-Harburg und über die Grabungen.