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Veranstaltungen der Didaktik der Geschichte

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Call for Papers Veranstaltungen

Call for Papers 

 

 

Plakat für die Tagung des Arbeitskreises "Geschichtsdidaktik theoretisch"

Agency - Potenzial und Grenzen für die geschichtsdidaktische Theorie

Am 1. und 2. Oktober findet die jährliche Arbeitskreistagung des Arbeitskreises "Geschichtsdidaktik theoretisch" der kgd zum Thema "'Agency' - Potenzial und Grenzen für die geschichtsdidaktische Theorie" statt. Den Call for Papers finden Sie hier.

Veranstaltungen

History Forum Osnabrück 2024

Das jährliche History Forum Osnabrück widmet sich diesem Jahr dem zentralen Thema "Gender & Diversity" in der Geschichts- und Erinnerungskultur der pluralen Gesellschaft. Gäste aus Wissenschaft, Public History und Politik diskutieren gemeinsam über Chancen demokratisch-kritischer Partizipation und Leer-/Lernstellen der historischen Bildung.

Mit dem HISTORY FORUM OSNABRÜCK öffnen sich die Didaktik der Geschichte der Universität Osnabrück auch 2024 allen Geschichtsinteressierten sowie in der historischen Bildung und Geschichtskultur Tätigen in Osnabrück und Umgebung. Die Diskussionsreihe bietet ein Forum zum Dialog und darüber hinaus historisch arbeitenden Wissenschaftler:innen der Universität Osnabrück und Gästen eine Plattform zur Präsentation ihrer Expertisen und ihrer Forschung. Das HISTORY FORUM OSNABRÜCK stärkt damit Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Karrierephasen und ihre Gleichstellung im Wissenschaftsbetrieb.

Gender and Diversity prägen derzeit in besonderer Weise die politischen und publizistischen Debatten und werden bemerkenswert häufig äußerst kontrovers und nicht selten konfrontativ diskutiert. Geschichte ist immer öffentlich und somit auch stets durch soziale Kategorien und Ungleichheiten geprägt. Diversität, ob migrations- oder genderinduziert, bestimmt auch in demokratischen Gesellschaften die Chancen einer selbstverständlichen Beteiligung an Geschichts- und Erinnerungskultur. 

Weder Universität noch Schule sind geschlechtsneutrale Räume. Als spezifische Orte der Sozialisation fördern sie nicht geschlechterspezifische Zuschreibungen sowie Wahrnehmung, sondern sie prägen und bestimmen darüber hinaus historisches Denken und Lernen sowie die Geschichts- und Erinnerungskultur. Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt werden jedoch selten machtkritisch thematisiert oder reflexiv erörtert. 

Die Vernachlässigung der Auseinandersetzung mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in Gesellschaft, Universität und Schule hat direkte Auswirkungen auf Biografien und Gesellschaft. Stereotype und strukturelle Zuschreibungen führen nicht nur zu geschlechterspezifischer Diskriminierung, sondern auch zu binären Vorstellungen und Konstruktionen von Vergangenheit als Geschichte ohne Analyse der Verflechtungen von Heterosexualität und Geschlechternormen mit Macht- und Ungleichheitsstrukturen. 

Bildungsinstitutionen sollten zu einem reflektierten Umgang mit Diversity beitragen. Gendersensibilität ist essenziell für Geschichte und zugleich grundlegend für Partizipation an Geschichts- und Erinnerungskultur in einer demokratischen und pluralen Gesellschaft. 

Das HISTORY FORUM OSNABRÜCK lädt mit der thematischen Zentrierung auf Gender and Diversity zum Mitdenken und Mitdiskutieren über Chancen und Herausforderungen von Gender and Diversity für historische Bildung und Public History sowie für demokratisch-kritische Partizipation in der pluralen Gesellschaft ein und fokussiert dabei mit diesem Thema verbundene Leer- und Lernstellen.

Am 17. Juni 2024 ab 17 Uhr findet die diesjährige Ausgabe des History Forum Osnabrück statt. In diesem Jahr sind David Gasparjan, M.Ed., Prof. Dr. Martin Lücke, Ella Malin Visse, B.A. und Felix Wurm auf dem Podium. 

Um-/Deutungskämpfe. Geschichte, Gesellschaft und die rechtsextreme Bedrohung

In unserer Gegenwart verläuft die Aushandlung gesellschaftlicher Konflikte zunehmend polarisiert. Dies ganz besonders, wenn es um Identität und Zugehörigkeit in unserer superdiversen Migrationsgesellschaft geht. Die Deutung von Vergangenheit als Geschichte spielt dabei immer wieder eine ambivalente Rolle. Historische Bildung gilt als wichtig für die Wertebildung und die Sicherung von Demokratiebewusstsein. Gleichzeitig dienen alternative Erzählungen über Vergangenheit zur Produktion antidemokratischer Narrative und rechtsextremer Verschwörungsmythen. Das Wir unserer Gesellschaft lässt sich mit Hilfe von Geschichte jedenfalls sehr unterschiedlich konfigurieren.

Wichtig scheint uns Historiker*innen in einer Situation, in der der Gegenstand unserer Disziplin beliebig zu werden droht, den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit durch einen kritisch reflektierten Austausch zu stärken. Thema sind hier zum einen eine Diskussion über die Rolle und Funktion von Geschichte und die gesellschaftliche Funktion von Geschichtsbewusstsein für die Herstellung von inkludierenden oder exkludierenden Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit. Zum anderen soll auch die Bedeutung einer wissenschaftlich kritischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Geschichte erörtert werden. Mit dieser Motivation bieten wir im Sommersemester 2024 eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen an, die exemplarisch und akzentuiert die Bedeutung von Geschichte in aktuellen gesellschaftlichen Prozessen beleuchtet. 

Am 14. Mai um 18 Uhr beginnt die Vortragsreihe "Um-/Deutungskämpfe. Geschichte, Gesellschaft und die rechtsextreme Bedrohung", die die Professuren für die Didaktik der Geschichte, Neueste Geschichte und historische Migrationsforschung und Geschichte des Mittelalters organisiert haben.


Auch die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete. Zum Artikel gelangen Sie hier.

Weitere Veranstaltungs- und Aussstellungstipps

Das Projekt "Die Papenhütte - Ein Ort gesellschaftlicher Ausgrenzung in Osnabrück 1911-1985" - eine digitale Ausstellung von Studierenden des Historischen Seminars der Universität Osnabrück ist online gegangen. Daran beteiligt war u.a. unsere Mitarbeiterin Julia Arnold. Mehr Informationen finden Sie hier. Die Ausstellung erreichen Sie hier.

Eine Übersicht über Veranstaltungen, die bereits stattgefunden haben, erhalten Sie in unserem Veranstaltungsarchiv.

Für weitere spannende Veranstaltungshinweise verweisen wir Sie zudem auf die Website der Konferenz für Geschichtsdidaktik.