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Geschichte


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Das Heilige Römische Reich deutscher Nation als Friedensordnung (1495 - 1806)
DozentIn:
Prof. Dr. phil. Siegrid Westphal
Veranstaltungstyp:
Vorlesung (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:
Im Zentrum der Vorlesung steht die Tradition des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (1495-1806) als Landfriedensordnung. Nach dieser Lesart bildete der Ewige Landfrieden von 1495 bis zum Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 die zentrale Basis der Reichsverfassung. Frieden sollte durch Recht bewahrt, gesichert und wiederhergestellt werden. Diese zentrale Grundidee konnte zwar Kriege, Krisen und Konflikte nicht verhindern, aber sie war so überzeugend, dass in der Frühen Neuzeit immer wieder auf sie zurückgegriffen wurde. Auch die Westfälischen Friedensverhandlungen und die dort gefundenen Lösungen knüpften bewusst an den Ewigen Landfrieden an und stellten die Landfriedensordnung wieder her. Letzten Endes bietet die Vorstellung des römisch-deutschen Reiches als Landfriedensordnung eine schlüssige Antwort auf die Frage, was das Reich im Innersten zusammenhielt. Zugleich zeigt sie aber auch auf, dass es innerhalb der deutschen Geschichte eine Friedenstradition gegeben hat, die durch die Katastrophen des 20. Jahrhundert aus dem Blick geraten ist. Die Vorlesung rückt diese Friedenstradition in den Fokus und skizziert die wichtigsten Stationen im Verlauf der Frühen Neuzeit (Wormser Reichstag von 1495, Reformation als Landfriedensbruch, Augsburger Religionsfrieden und seine Lücken, Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden, Reichskriege mit Frankreich und die Wiederherstellung der Landfriedensordnung, Belastungen der Landfriedensordnung durch verschiedene Landfriedensbrecher).

Literatur:
WESTPHAL, Siegrid: Reichskammergericht, Reichshofrat und Landfrieden als Schutzinstitute der Reichsverfassung. In: Schutz der Verfassung und Höchstgerichtsbarkeit im frühneuzeitlichen Europa: Normen, Institutionen, Höchst- und Verfassungsgerichte. Hrsg. von Thomas Simon und Johannes Kalwoda. (Der Staat, Beihefte, 22) Berlin 2014, 13–37.
SCHEURMANN, Ingrid (Hrsg.): Frieden durch Recht. Das Reichskammergericht von 1495 bis 1806. Mainz 1994.
Ort:
nicht angegeben
Semester:
WiSe 2022/23
Zeiten:
Mi. 10:00 - 12:00 (wöchentlich)
Erster Termin:Mittwoch, 02.11.2022 10:00 - 12:00
Veranstaltungsnummer:
2.202
Bereichseinordnung:
Veranstaltungen > Kunstgeschichte > Geschichte
Veranstaltungen > Sachunterricht > Schwerpunktbezugsfach Geschichte
Veranstaltungen > Geschichte > Vorlesungen
Veranstaltungen > Europäische Studien > Bachelor-Studiengang > Nebenfach Geschichte der frühen Neuzeit und Neueste Geschichte > Geschichte der frühen Neuzeit
Uni für Alle > Geschichte
Weitere Informationen aus Stud.IP zu dieser Veranstaltung
Heimatinstitut: Geschichte
beteiligte Institute: Uni für Alle, Kunstgeschichte, Europäische Studien
In Stud.IP angemeldete Teilnehmer: 154
Anzahl der Postings im Stud.IP-Forum: 2
Anzahl der Dokumente im Stud.IP-Downloadbereich: 3
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Kommentierte Vorlesungsverzeichnisse vergangener Semester:

Sommersemester 2022     Wintersemester 2021/22

Sommersemester 2021      Wintersemester 2020/21

Sommersemester 2020      Wintersemester 2019/20

Sommersemester 2019      (nach dem SoSe 2022 wurden keine VV mehr erstellt)