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Emotionen und Männlichkeit in der späten römischen Republik
DozentIn:
Nicole Diersen, M.Ed.
Veranstaltungstyp:
Übung (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:
Immer wieder sind es in der römischen Republik Frauen, die weinen, flennen oder flehen. In der Regel wird Frauen aufgrund ihrer Weiblichkeit und dem scheinbar damit verbundenen emotionalen Verhalten ein hohes Maß an Emotionalität zugeschrieben. Von Männern hingegen wurde bislang das Bild eines stets rational handelnden, mächtigen Individuums konstruiert, das seine Emotionen – im Gegensatz zur Frau – unter Kontrolle hat und die Frauen zurechtweisen muss, wenn deren Emotionalität ein Übermaß erreicht. Aber weinen nicht auch Männer? Dabei sei nur auf den squalor der Senatoren vor Ciceros Verbannung im Jahre 58 v. Chr. verwiesen, mit dem der Senat durch das Anlegen von Trauerkleidern dem Redner beigepflichtet hat oder auf die Tränen Caesars, als er in Alexandria das Haupt des toten Pompeius zu Gesicht bekam. Neben den aufgeführten Beispielen des Weinens lassen sich weitaus mehr Emotionen bei Männern identifizieren, als bisher angenommen wurde. Dem Althistoriker Egon FLAIG zufolge bilden Emotionen sogar die Grundlage in der Politik der späten römischen Republik. Diese Erkenntnis beschränkt sich wahrlich nicht auf das Weinen. In der Übung wird deshalb zunächst der Frage nachgegangen, was unter einer Emotion zu verstehen ist. Aufbauend auf einer selbstentwickelten Methode sollen in den Quellen der späten römischen Republik Emotionen bei männlichen Akteuren identifiziert sowie deren Funktionen und Auswirkungen auf das politische Geschehen ermittelt und darüber diskutiert werden. Als Quellen¬grundlage dienen ausgewählte Werke aus Ciceros Briefcorpus und dessen Reden sowie Caesars commentarii über den gallischen Krieg und über den Bürgerkrieg.
Anforderungen:
2 LP: Aktive Mitarbeit, Präsentation der Ergebnisse
3 LP: wie 2 LP + Verschriftlichung der Ergebnisse
Ort:
18/E07: Mi. 10:00 - 12:00 (11x), 22/E25: Mi. 10:00 - 12:00 (3x)
Semester:
WS 2019/20
Zeiten:
Mi. 10:00 - 12:00 (wöchentlich), Ort: 18/E07, 22/E25
Erster Termin:Mi , 30.10.2019 10:00 - 12:00, Ort: 22/E25
Veranstaltungsnummer:
2.240
Bereichseinordnung:
Veranstaltungen > Geschichte > Übungen
Geschlechterforschung
Literatur
Einführende Literatur:
BALTRUSCH, Ernst: Caesar und Pompeius. Darmstadt 3,2011.
JEHNE, Martin: Die Römische Republik. Von der Gründung bis Caesar. München 3,2013.
PLAMPER, Jan: Geschichte und Gefühl. Grundlagen der Emotionsgeschichte. München 2012.
Weitere Informationen aus Stud.IP zu dieser Veranstaltung
Heimatinstitut: Geschichte
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