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Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2018/19 zum Download finden Sie hier:

„Braune Relikte“ – Zum Umgang mit Sachquellen des Nationalsozialismus in historischen Museen und Ausstellungen
DozentIn:
Dr. phil. Thorsten Heese
Veranstaltungstyp:
Übung (Offizielle Lehrveranstaltungen)
Beschreibung:
In Geschichtsmuseen und -ausstellungen werden vergangene Epochen generell durch die Präsentation von originalen Sachzeugnissen vermittelt. Ist das bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust anders? Sind Sachzeugnisse der NS-Zeit historisch ‚anders‘, irgendwie ‚tabu‘ oder sogar ‚gefährlich‘? Führt deren museografische Inszenierung automatisch zu einer Re-Inszenierung des Nationalsozialismus? Oder sind sie authentische Semiophoren (Zeichenträger), die für das Verständnis des Funktionierens von Faschismus, Diktatur und ideologischer Verführbarkeit unverzichtbar sind?
Die Notwendigkeit einer fortgesetzten Beschäftigung mit der Geschichte des NS ist unstrittig; zumal in Zeiten, in denen rechtes Gedankengut wieder salonfähig wird und Antisemitismus erneut offen zutage tritt. Diskutiert wird dabei, welche Wege und Mittel tatsächlich geeignet sind, um das historische Phänomen „Nationalsozia-lismus“ mit seinen Ursachen und Folgen an außerschulischen Lernorten wie Muse-en, Gedenkstätten, NS-Dokumentationszentren und historischen Ausstellungen so verständlich zu kommunizieren, dass daraus Lehren für die Zukunft gezogen werden können, ohne zugleich alte Verführungsmechanismen zu reproduzieren.
Im Rahmen der Übung begleiten die Teilnehmer*innen die Entstehung der für 2019 geplanten Ausstellung „Braune Relikte“ (Arbeitstitel) in der Villa Schlikker, dem ehem. „Braunen Haus“ in Osnabrück. Ausgelotet werden die Möglichkeiten der Präsentation gegenständlicher Quellen zur Geschichte des NS in Osnabrück. Überzeugende Ideen werden bei der konzeptionellen Planung berücksichtigt. Geplant ist zudem eine Tagesexkursion zum Kontext der Übung.
Ort:
(Kulturgeschichtliches Museum )
Semester:
WS 2018/19
Zeiten:
Mi. 14:00 - 16:00 (wöchentlich)
Erster Termin:Mi , 24.10.2018 14:00 - 16:00, Ort: (Kulturgeschichtliches Museum)
Veranstaltungsnummer:
2.247
Bereichseinordnung:
Veranstaltungen > Geschichte > Übungen
Veranstaltungen > Europäische Studien > Bachelor-Studiengang > Nebenfach Geschichte der frühen Neuzeit und Neueste Geschichte > Neueste Geschichte
Schnupperstudium > Schnupper Uni > Geschichte
Veranstaltungen > Geschichte > Weitere Lehrangebote für andere Fächer > Kunstgeschichte
Uni für Alle > Geschichte
Literatur
Einführende Literatur:
• Allmeier, Daniela u.a. (Hg.): Erinnerungsorte in Bewegung. Zur Neugestaltung des Gedenkens an Orten nationalsozialistischer Verbrechen (Architekturen 28), Bielefeld 2016:
• Heese, Thorsten (Hg.): Topografien des Terrors. Nationalsozialismus in Osnabrück (Osnabrücker Kulturdenkmäler 16), 2. Aufl., Osnabrück-Bramsche 2015:
• Ders.; Langer, Ralf: Geschichte begreifen. Ausgewählte historische Quellen – Weimarer Republik und Nationalsozialismus (1918–1945), Bramsche 2005:
• Nerdinger, Winfried (Hg.): München und der Nationalsozialismus. Katalog des NS-Dokumentationszentrums München, München 2015:
• Paufler-Gerlach, Stefanie: (K)eine erneute Inszenierung? Museale Präsentation von NS-Propaganda in zeitgenössischen Ausstellungen, in: Kuchler, Christian (Hg.): NS-Propaganda im 21. Jahrhundert. Zwischen Verbot und öffentlicher Auseinandersetzung, Köln-Weimar-Wien 2014, S. 175-192:
• Paul, Gerhard / Schoßig, Bernhard (Hg.): Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus. Eine Bilanz der letzten dreißig Jahre (Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte 10), Göttingen 2010:
• Sternfeld, Nora: Kontaktzonen der Geschichtsvermittlung. Transnationales Lernen über den Holocaust in der postnazistischen Migrationsgesellschaft, Wien 2013:
Weitere Informationen aus Stud.IP zu dieser Veranstaltung
Heimatinstitut: Geschichte
beteiligte Institute: Europäische Studien
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Anzahl der Dokumente im Stud.IP-Downloadbereich: 3
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