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Projekte unter Mitarbeit von Studierenden des Historischen Seminars

Osnabrücker GeldGeschichte(n) (2017)

Studierende planen Ausstellung zur Münz- und Geldgeschichte der Hasestadt 

Unter der Leitung von PD Dr. Sebastian Steinbach entsteht in der Übung „Osnabrücker GeldGeschichte(n)“ derzeit eine Plakatausstellung unter demselben Namen, die Münzen, Medaillen und Geldscheine aus der Stadt vom Mittelalter bis zur Neuzeit vorstellt. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 22. September 2017 im „Berliner Carré“, dem Präsentationsraum der Sparkasse Osnabrück am Berliner Platz, statt. Drei Wochen lang werden die Arbeiten der Studierenden auf Stellwänden und Staffeleien für jeden Passanten sichtbar sein. 

Die einzelnen Plakate präsentieren in Schlaglichtern die Münz- und Geldgeschichte der Stadt: Das Hochstift Osnabrück prägte schon im 11. Jahrhundert eigene Münzen nach Kölner Vorbild. In den darauffolgenden Jahrhunderten entwickelten sich dann eigenständige Osnabrücker Kreationen im Münz- und Medaillenbild. Daneben thematisiert die Ausstellung auch geldgeschichtliche Aspekte, wie etwa die Rechnungsbücher des Gertrudenstifts, die Kosten des Westfälischen Friedens oder Geldfälschung im Siebenjährigen Krieg. Um die Geschichte der Neuzeit ebenfalls zu beleuchten, werden Aspekte wie die Einführung der Reichswährung 1871 und das Osnabrücker Notgeld im Ersten Weltkrieg vorgestellt. 

Organisiert und konzipiert wird die Ausstellung von Studierenden des Historischen Seminars. Die dreizehnköpfige Gruppe übernimmt nicht nur die Auswahl der Themen und die inhaltliche Recherche, sondern auch das Designkonzept und die Pressearbeit sowie die Planung der Eröffnungsfeier. Damit werden die Übungsteilnehmer hautnah an jedem Entstehungsschritt des Projekts beteiligt. Unterstützt werden sie hierbei durch das Niedersächsische Landesarchiv, das Diözesanarchiv des Bistums Osnabrück, das Kulturgeschichtliche Museum und die Abteilung Kommunikation und Marketing der Universität Osnabrück.

Lebens- und Arbeitswelten des Georgs-Marien-Bergwerks und Hüttenvereins um 1900 (2017)

Studierende des Historischen Seminars konzipieren neue Broschüre für das Museum Villa Stahmer

Studierende der Universität Osnabrück arbeiten derzeit an einer Broschüre, in der die Lebens- und Arbeitswelten in der heutigen Gemeinde Georgsmarienhütte im 19. Jahrhundert thematisiert werden. Die Teilnehmer eines Blockseminars unter der Leitung von PD Dr. Sebastian Steinbach haben sich mit Quellen zur Geschichte des Werkes und der Gemeinde beschäftigt und stellen nun verschiedene Aspekte wie die Gemeindegründung, die Wohnsituation in der Hüttenkolonie, die Wasserversorgung vor Ort und soziale Konflikte vor. 

Während die älteren Teile der heutigen Stadt Georgsmarienhütte – wie Oesede, Kloster Oesede und Holzhausen – schon seit dem Mittelalter nachgewiesen sind, entstand der Ort Georgsmarienhütte als Arbeiterkolonie des „Georgs-Marien-Bergwerks- und Hütten-Vereins“ erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Zuge der Industrialisierung Deutschlands beschloss König Georg V. von Hannover (1851-1866) die Gründung eines Stahlwerks, das bis heute besteht. Eine wechselhafte wirtschaftliche Entwicklung, politische Umbrüche und gesellschaftlicher Wandel prägten die folgenden 150 Jahre.

Die spannende Zeit von der Werksgründung 1856 bis zum Ende des Kaiserreichs 1918 soll nun in einer Broschüre für das Museum Villa Stahmer neu aufgearbeitet werden. Zusammen mit der Abteilung Wirtschafts- und Sozialgeschichte erarbeitet deshalb Museumsleiterin Inge Becher die Konzeptionierung des Projekts. Ziel ist es, mit wissenschaftlich fundierten, aber leicht verständlichen Texten das Leben und Arbeiten der Beschäftigten und ihrer Familien zu rekonstruieren. Dafür werden die einzelnen Artikel mit einem grafisch ansprechenden Design gestaltet und mit zeitgenössischen Abbildungen sowie übersichtlichen Grafiken präsentiert. Konzeption, Gestaltung und Publikation der Broschüre werden dabei in wesentlichen Teilen von den Teilnehmern des Seminars übernommen, die dadurch die Entwicklung eines museumspädagogischen Angebots gestalten können.