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WORKSHOP (25.09.-27.09.2017)

INschrift – ABschrift – TRUGschrift. Bild- und Schriftinformationen als Mittel der Legitimation und Akzeptanz von Zahlungsmitteln in vormodernen Gesellschaften

Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung

Während sich Geld in der Moderne zunehmend von seiner materiellen Komponente löst (elektronisches Buchgeld) und davon unabhängige Legitimationsstrategien entwickelt, waren seine Verbindung zum Material (Edelmetall) und die Funktion als ökonomisches und herrschaftspolitisches Kommunikationsmittel (Mediencharakter) bis in die Neuzeit für den (Nominal-)Wert und die Akzeptanz im Warenverkehr von entscheidender Bedeutung. Die Verbindung von Bild- und Schriftinformation ist der materiellen Form des Geldes dabei in nahezu allen Zeiten ihres Gebrauchs in unterschiedlich stark ausgeprägter Form eigen gewesen und diente der herrschaftspolitischen und soziokulturellen Kommunikation. Der Workshop untersucht das wechselseitige Verhältnis von Bild- und Schriftinformationen in Bezug auf die Legitimation, Akzeptanz und Dominanz von Zahlungsmitteln in antiken und vormodernen Gesellschaften im Zusammenspiel mit deren materiell-medialem historischen Umfeld. Im Fokus steht dabei die Frage, inwieweit schrift-symbolische Kommunikation im Zusammenhang mit ikonographischen und numerischen Informationen als Mittel einer obrigkeitlich-verordneten und/oder sozial-anerkannten Akzeptanz eigener und Toleranz fremder Geldsorten diente und beeinflusst wurde.
Auch soll das Zusammenspiel von Materialität und Medialität epochenübergreifend von Vertretern verschiedener Fachdisziplinen (u.a. Wirtschaftsgeschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Numismatik) untersucht und diskutiert werden. Es gilt dabei, die unterschiedlichen Differenzierungslinien des Charakters von Bild- und Schriftlichkeit im pekuniär-monetären Umfeld und ihr wechselseitiges Verhältnis auszuloten: Dazu können beispielsweise ein beglaubigender (Garantiestempel), ein informativer (Botschaft), ein magisch-repräsentativer (Symbol) oder ein  ikonographischer (Bild) Charakter zählen.
Auch wird der Betrachtungshorizont neben den reinen Zahlungsmitteln auf andere bildliche und narrative Medien beispielsweise der Kunstgeschichte oder der Sphragistik komparativ ausgeweitet werden, um die Entwicklung von materieller Visualität in pekuniär-monetären Zusammenhängen genauer analysieren zu können. Die Beiträge sind jeweils als Fallstudien der einzelnen Disziplinen angelegt, von deren Erkenntnissen aus die verschiedenen Abstraktionsebenen der ikonographisch-epigraphischen Medialität des Geldes untersucht und diskutiert werden können.

In Kürze wird an dieser Stelle ein detailliertes Programm mit Vortragstiteln veröffentlicht werden.

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