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Linda Ennen-Lange, Foto: privat

Linda Ennen-Lange, M.A.

Universität Osnabrück
Neueste Geschichte

Seminarstraße 19 a/b
49069 Osnabrück
Raum 03/226 b
Tel. +49 541 969 6048

Email: linda.ennen@uni-osnabrueck.de

Linda Ennen-Lange

Profil

Linda Ennen-Lange, M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Osnabrück, Abteilung Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung.

Arbeitsschwerpunkte

Historische Migrationsforschung, Zeitgeschichte, Geschichte des Nationalsozialismus, Sozial- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Konflikt- und Gewaltforschung

Dissertationsvorhaben

„‚Heimatlose Ausländer‘ – Kategorisierung, Niederlassung und Integration von ‚Displaced Persons‘ in Osnabrück nach dem Zweiten Weltkrieg“ (Arbeitstitel)

In ihrem Promotionsvorhaben untersucht Linda Ennen-Lange seit November 2019 den Umgang der deutschen Behörden mit den nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland verbliebenen „Heimatlosen Ausländern“ und die Aufnahme dieser Menschen in die bundesdeutsche Gesellschaft entlang einer Fallstudie zur Stadt Osnabrück. Bei den „Heimatlosen Ausländern“ handelte es sich um „Displaced Persons“, die weder von der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNNRA) repatriiert werden noch im Rahmen des Resettlementprogramms der International Refugee Organization (IRO) umgesiedelt werden konnten und für die folglich die Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen war. Ab 1951 wurden diese Menschen von der Ministerialbürokratie mit einem neuen rechtlichen Status versehen und als "Heimatlose Ausländer" kategorisiert. Die Kategorisierung dieser Menschen als „Heimatlose Ausländer“ sowie die Aushandlung ihrer Anerkennung und ihrer Niederlassungs- und Teilhabeoptionen stehen im Fokus der Untersuchung. Dabei wird insbesondere die Rolle der kommunalen Behörden in den Aushandlungsprozessen analysiert, um sowohl die konkrete Umsetzung übergeordneter politischer Direktiven als auch die Bedingungen und Perspektiven dieser Aushandlungen sichtbar zu machen. In den Blick genommen wird zudem der mit der Niederlassung verbundene Wandel des sozialen Raums im urbanen Kontext.

Publikationen

  • Ennen, Linda: Beste Reste der Oldenburger Oberschicht, in: Jana Esther Fries (Hrsg.): Auf Spurensuche mit Bagger und Pinsel. Archäologische Ausgrabungen in Oldenburg, Oldenburg: Isensee Verl. 2015, S. 105-113.  

Lebenslauf

Seit November 2019
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „‚Displaced Persons‘ zwischen Repatriierung, Resettlement und Integration in niedersächsischen Kommunen nach dem Zweiten Weltkrieg“, gefördert durch das Programm Pro*Niedersachsen

2018 – 2019
Freiberufliche Historikerin für die Stiftung Mecklenburg und für das Schleswig-Holstein-Haus – Kulturforum der Stadt Schwerin

2017
Fachmaster in Europäischer Geschichte an der Universität Oldenburg, Abschluss: Master of Arts

2015
Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Geschichte im Dorf lassen. Der Nationalsozialismus in deutschen Ortschroniken“, gefördert durch das Programm Pro*Niedersachsen, am Institut für Geschichte, Universität Oldenburg

2012
Mitwirkung am Projekt „‚arbeitsscheu, asozial, kriminell…‘ – Verfolgungsszenarien in Oldenburg“, Institut für Geschichte, Universität Oldenburg

2009 – 2010
Studium an der Reichsuniversität Groningen

2009
Abschluss 2-Fächer-Bachelor Geschichte/Sozialwissenschaften (Soziologie und Politikwissenschaften) an der Universität Oldenburg