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Alles brannte! Jüdisches Leben und seine Zerstörung in den preußischen Provinzen Hannover und Ostpreußen

Von 9. November bis 20. Dezember 2018 wird in der Universitätsbibliothek am Campus Westerberg in Kooperation mit der Abteilung Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung die Ausstellung "Alles brannte! Jüdisches Leben und seine Zerstörung in den preußischen Provinzen Hannover und Ostpreußen" der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Ostpreußischen Landesmuseums Lüneburg gezeigt.

Die Ausstellung "Alles brannte!" stellt den in Deutschland bisher wohl einzigartigen Versuch dar, die Geschichte zweier mitteleuropäischer Regionen, früherer preußischer Provinzen –  Hannover und Ostpreußen – miteinander zu vergleichen, und zwar anhand eines lange marginalisierten, verdrängten und scheinbar vergessenen Themas: der jüdischen Geschichte.

Nach 1945 spielte jüdische Geschichte in beiden Regionen, dem heutigen Niedersachsen und der Kaliningrader Oblast, lange ein Schattendasein.In der Bundesrepublik gehörten Historikerinnen und Historiker der jüdischen Geschichte bis in die 1990er Jahren zu den Außenseitern, die scheinbar ein Randthema bearbeiteten. In der Sowjetunion durfte über jüdische Geschichte, zumal die Geschichte deutscher Juden wie der Königsberger Juden, nicht gesprochen werden.

Der Anlass der Präsentation von "Alles brannte!" ist der 80. Jahrestag des antijüdischen Terrors im November 1938. Die Ausschreitungen beendeten für die Juden in beiden Regionen, für die Juden zwischen Harz und Nordsee ebenso wie Königsberg und Masuren, jede Hoffnung auf eine weitere Existenz in ihrer Heimat. Soweit ihnen die Auswanderung nicht mehr gelang, wurden sie fast ausnahmslos in Ghettos und Vernichtungslager deportiert.

Mit dem alliierten Sieg über das Deutsche Reich 1945 ging Preußen unter. Ostpreußens südlicher Teil gehört heute zu Polen, der nördliche zur Russischen Föderation und zu Litauen. Seine deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die Provinz Hannover erhielt kurzzeitig den Status eines Landes und ging dann in Niedersachsen auf.

"Alles brannte!" will einen Beitrag zur grenzüberschreitenden Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit in Deutschland, Polen, der Russischen Föderation und Litauen leisten.

Zur Ausstellung wird es wieder die Gelegenheit einer Guide-Schulung für Studierende geben, die am 8.11. durch den stellv. Direktor der Stiftung Dr. Ulrich Baumann durchgeführt wird.

Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte 2018 in Kooperation mit der AIK Konfliktlandschaften

Militärgeschichte im interdisziplinären Dialog. Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgruppe interdisziplinäre Konfliktlandschaftsforschung der Universität Osnabrück sowie dem Museum und Park Kalkriese, Osnabrück/Kalkriese 10.-12. Oktober 2018.

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