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Ankündigungen und Neuigkeiten

Wie bringt eine Gesellschaft Diskriminierung hervor?

Podiumsdiskussion zu einem Forschungsprojekt des Historischen Seminars
(Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung)
im Rahmen der Kulturtage der Vielfalt Gay in May 2018: Zeit für Anerkennung


Wann: Dienstag, 29. Mai 2018, 18:00-19:30
Wo: Lagerhalle Osnabrück, Seminarraum S3, Rolandsmauer 26, 49074 Osnabrück

Wie bringt eine Gesellschaft Diskriminierung hervor?
Werkstattgespräch zu den Folgen des §175 StGB zwischen 1949 und 1994.

Ein Projekt der Universität Osnabrück erforscht die Verfolgung von homosexuellen Menschen im Osnabrück der Nachkriegszeit. Es geht dabei darum herauszufinden und zu dokumentieren, wie eine Gesellschaft die Ausgrenzung und Diskriminierung bis hin zur Kriminalisierung sozialer Gruppen produziert, welche Folgen die so hergestellten Verhältnisse für ihre Opfer haben und wie solche Verwerfungen erkannt, überwunden und geheilt werden können.

Mit Fragen wie diesen befasst sich ein Forschungsprojekt an der Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung des Historischen Seminars der Universität Osnabrück am Beispiel der Lebensverhältnisse homosexueller Menschen in Osnabrück nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Fokus steht die Zeit zwischen dem Kriegsende und dem Jahr 1994, als in der Bundesrepublik die Strafbarkeit homosexueller Handlungen zwischen Männern, geahndet durch den berüchtigten Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches, endgültig aufgehoben wurde.

Es diskutieren:

Burkard Gronemeyer (Zeitzeuge, Osnabrück)
Maria Bormuth (Projekt § 175 StGB - 20 Jahre legitimiertes Unrecht in der BRD am Beispiel des Strafvollzugs in Wolfenbüttel, Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel)
Dr. Frank Wolff (Projekt Verfolgung homosexueller Menschen in Osnabrück 1949 bis 1994, Universität Osnabrück)


Moderation: Prof. Dr. Jannis Panagiotidis, Universität Osnabrück

Stellenausschreibung am Historischen Seminar, Fachteilgebiet Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung

An der Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines wissenschaftlichen Mitarbeiterin / wissenschaftlichen Mitarbeiters (Post-Doc) für die Dauer von drei Jahren befristet zu besetzen.

Ihre Aufgabe besteht in der Bearbeitung eines wissenschaftlichen Projekts im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhabens:
Überwachung. Macht. Ordnung.
Personen und Vorgangskarteien als Herrschaftsinstrument der Gestapo.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Christoph Rass geleitet und ist an der Schnittstelle zwischen Gesellschaftsgeschichte und Digital Humanities angesiedelt.
Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der offiziellen Stellenausschreibung.

Zur Stellenausschreibung

Call for Papers: Wer erforscht Militärgeschichte?

Konfliktlandschaften: Militärgeschichte im interdisziplinären Dialog

Für die Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte (AKM) die vom 10.-12. Oktober 2018 in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Konfliktlandschaftsforschung an der Universität Osnabrück stattfindet suchen wir Beiträge zur oben genannten Perspektive.

Vorschläge für Tagungsbeiträge richten Sie bitte per E-Mail (chrass@uos.de) bis zum 10. März 2018 an die Organisatoren unter dem Betreff „Jahrestagung AKM 2018“. Ihre Themenskizze sollte nicht mehr als 500 Wörter umfassen und von kurzen biobibliografischen Informationen begleitet sein.

Call for Papers: Who engages in military history?

Conflict Landscapes: Military History in Interdisciplinary Dialogue

For the annual conference of the Arbeitskreis Militärgeschichte e.V.  in cooperation with the Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Konfliktlandschaftsforschung which will take place October 10-12 2018 at Osnabrück University we invite paper proposals.

Please send proposals by email (chrass@uos.de) by March 10th 2018 to the organisers thereby referring to Annual AKM Conference 2018. Your abstract should not exceed 500 words and be sent in along with a brief detail of your career.

Prof. Dr. Christoph Rass erhält den Kalliope Preis für praxisnahe Migrationsforschung

Der Migrationsforscher Prof. Dr. Christoph A. Rass vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück erhält den diesjährigen „Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung“. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Stiftung Deutsches Auswandererhaus gemeinsam mit dem Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven vergeben. Die feierliche Preisverleihung findet am 18. November 2017 im Deutschen Auswandererhaus statt.

Zur Pressemeldung

Ausstellung zur Geschichte der Wehrmachtjustiz eröffnet.

Die Ausstellung "Was damals Recht war ..." Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht zählt zu den wichtigsten Dokumentationen zur Geschichte der Militärjustiz im  "Dritten Reich". Die Wanderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin) macht nun vom 27. Oktober bis zum 9. Dezember am Westerberg Station.

Im Zentrum der Ausstellung, die Willkür und Unrecht der nationalsozialistischen Militärgerichtsbarkeit dokumentiert, stehen exemplarische Fallgeschichten, die von im Sinne der NS-Doktrin abgeurteilten Deserteuren handeln, von Kriegsdienstverweigerern, von 'Wehrkraftzersetzern' oder 'Volksschädlingen'; auch das Schicksal von Widerstandsangehörigen vor Militärtribunalen wird berührt. Mindestens 22.000 Menschen wurden hingerichtet, unzählige starben in Lagern oder bei Strafkommandos. 

Ausstellung und Begleitprogramm werden in Osnabrück getragen vom Historischen Seminar (Neueste Geschichte), der Universitätsbibliothek, der VHS-Osnabrück. Dabei kooperieren die Veranstalter mit der Gedenkstätte Esterwegen und dem Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück. 

Die Veranstaltungen des Begleitprogramms finden Sie hier.  

 

 

Reise mit zwei Koffern - Lebenserinnerungen erschienen

Die Wiederentdeckung der Kunstwerke des 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordeten Malers Felix Nussbaum ist ganz wesentlich seiner Cousine Auguste zu verdanken. Sie war seit den 1950er Jahren die treibende Kraft bei der Rettung seiner Bilder, von denen heute ein Großteil im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück zu sehen ist.

Gustel Moses-Nussbaum lebt in der Nähe von Tel Aviv. Ihre aufgeschriebenen Erinnerungen reichen zurück an ihre Kindheit in Deutschland vor 1933, an die Besuche der Familie bei den wohlhabenden Verwandten in Osnabrück, an den Beginn der nationalsozialistischen Verfolgung, an den Tod der Eltern in Theresienstadt und die Ermordung fast aller ihrer Verwandten. Sie erzählt von der Flucht und das Überleben im Untergrund, die Auswanderung nach Israel und schließlich von der Wiederentdeckung und Rettung der Nussbaum-Bilder.

Die Lebenserinnerungen von Auguste Moses-Nussbaum sind nun herausgegeben von Jürgen Kaumkötter und Prof. Christoph Rass, kommentiert in Zusammenarbeit mit Frank Wolff und Jannis Panagiotidis, übersetzt von Ruth Achlama im Wallstein-Verlag erschienen.

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