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Reise mit zwei Koffern - Lebenserinnerungen erschienen

Die Wiederentdeckung der Kunstwerke des 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordeten Malers Felix Nussbaum ist ganz wesentlich seiner Cousine Auguste zu verdanken. Sie war seit den 1950er Jahren die treibende Kraft bei der Rettung seiner Bilder, von denen heute ein Großteil im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück zu sehen ist.

Gustel Moses-Nussbaum lebt in der Nähe von Tel Aviv. Ihre aufgeschriebenen Erinnerungen reichen zurück an ihre Kindheit in Deutschland vor 1933, an die Besuche der Familie bei den wohlhabenden Verwandten in Osnabrück, an den Beginn der nationalsozialistischen Verfolgung, an den Tod der Eltern in Theresienstadt und die Ermordung fast aller ihrer Verwandten. Sie erzählt von der Flucht und das Überleben im Untergrund, die Auswanderung nach Israel und schließlich von der Wiederentdeckung und Rettung der Nussbaum-Bilder.

Die Lebenserinnerungen von Auguste Moses-Nussbaum sind nun herausgegeben von Jürgen Kaumkötter und Prof. Christoph Rass, kommentiert in Zusammenarbeit mit Frank Wolff und Jannis Panagiotidis, übersetzt von Ruth Achlama im Wallstein-Verlag erschienen.

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