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FORUM WELTOFFENE GESCHICHTSWISSENSCHAFT – HISTORICAL SCHOLARSHIP IN PLURALISTIC SOCIETIES

Eine Veranstaltungsreihe der Neuesten Geschichte und Historische Migrationsforschung / IMIS der Universität Osnabrück

Sommersemester 2021 / Wintersemester 2021/22

Das “Forum weltoffene Geschichtswissenschaft” fragt nach den Bedingungen, unter denen Geschichtswissenschaft im 21. Jahrhundert arbeitet. Es setzt an dem Befund an, dass Geschichte einerseits den oft erwähnten Charakter einer gesellschaftlichen “Orientierungswissenschaft” besitzt, dass sie sich andererseits derzeit selbst in einer Phase der Neuorientierung befindet. Wir verstehen Geschichtswissenschaft als einen Teil von Gesellschaft, die sich in komplexen und herausfordernden selbstreflexiven Prozessen ihrer inneren Diversität und äußeren Verflechtungen in Gegenwart und Vergangenheit zunehmend bewusst wird. Dieser grundlegende und oft zögerlich stattfindende Erkenntnisprozess betrifft auch die Geschichtswissenschaft, jedoch gibt es verschiedene Arten, mit diesem umzugehen. Die Bedeutung und der Umgang mit diesen Differenzen steht im Zentrum des “Forum weltoffene Geschichtswissenschaft”. Was bedeutete der politische und soziale Wandel für die wissenschaftliche Arbeit? Welche gesellschaftliche Rolle spielt darin die Geschichtswissenschaft und welche ihrer Themen und Strukturen geraten neu in den Blick? Welche internationalen Erfahrungen können uns in diesem Reflexionsprozess wichtige Denkanstöße liefern? Welchen Beitrag kann praktizierte Geschichtswissenschaft zur Neuaushandlung von Gesellschaft leisten, wenn wachsende Diversität überkommene soziokulturelle Machtverhältnisse in Frage stellt?

Das “Forum weltoffene Geschichtswissenschaft” schafft einen Raum, in dem diese und weitere Fragen kritisch diskutiert werden. Dabei intendiert es, die Frage nach der gesellschaftlichen Verortung von Geschichtswissenschaft nicht anhand tradierter Lehrsätze zu postulieren, sondern angesichts der gegenwärtigen Umbrüche erneut ins Zentrum einer wissenschaftlichen Selbstreflexion zu rücken. Wir schließen damit an zahlreiche, oft nebeneinander existierende Ansätze und Initiativen unter Kolleg*innen an und bringen im Laufe dieses und des kommenden Semesters in regelmäßigen, thematisch fokussierten Diskussionsrunden international renommierte (Geschichts)Wissenschaftler*innen mit interessierten Diskutant*innen in einen Austausch.

Das Programm wird im Laufe der beiden Semester fortlaufend entwickelt, um sich abzeichnende Interessen, Themen und Diskussionsfäden aufzunehmen. Den Gästen entsprechend finden die Veranstaltungen auf Deutsch oder Englisch online über Big Blue Button statt. Das “Forum weltoffene Geschichtswissenschaft” wird von Prof. Dr. Christoph Rass und PD Dr. Frank Wolff für die Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung der Universität Osnabrück organisiert. Fragen und Anregungen richten Sie bitte an PD Dr. Frank Wolff.

Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserer Auftaktveranstaltung am 26. Mai 2021 um 18 Uhr online über BBB ein: „Historiography and Politics: Re-Assessing a Contested Relationship in a Diversifying Discipline“.

Angehörige der Universität Osnabrück können sich über StudIP zum Forum anmelden und an den einzelnen Sitzungen teilnehmen. Externe Interessierte sind ebenfalls herzlich eingeladen und können unter der Angabe ihres realen Namens über diesen Link in den virtuellen Veranstaltungsraum eintreten. Es gilt die auch für andere Online-Veranstaltungen übliche Netiquette der Universität Osnabrück.