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Abschlussarbeiten

Die laufenden und abgeschlossenen Abschlussarbeiten der Archäologie der Römischen Provinzen finden sie hier.

Der Varusschlacht auf der Spur

Ausgrabungen im Museumspark Kalkriese 2016

Im Museumspark Kalkriese wird in diesem Jahr wieder gegraben. Seit gut vier Wochen haben sich das Archäologie-Team aus Kalkriese und die Wissenschaftler der Universität Osnabrück auf Spurensuche begeben. Das ausgewählte Areal in einer Schneise im Museumspark ist bei den bisherigen Untersuchungen noch kaum berücksichtigt worden. Geomagnetische Analysen haben Auffälligkeiten unter der Oberfläche ergeben. Diese gilt es zu überprüfen. Mit der aktuellen Grabungskampagne erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse zum Schlachtverlauf, die es ermöglichen das Kampfgeschehen noch besser nachzuvollziehen. „Ich rechne noch mit vielen Überraschungen, die das Schlachtfeld Kalkriese für uns bereithält. Die archäologischen Forschungen zur ‚Konfliktlandschaft Nördliches Wiehengebirge‘ sind noch lange nicht abgeschlossen, im Gegenteil, sie stehen erst am Anfang“, so Prof. Dr. Salvatore Ortisi, wissenschaftlicher Leiter des Projekts Kalkriese. Die Grabungspatenschaft hat Wolfgang Griesert, Oberbürgermeister der Friedensstadt Osnabrück, übernommen. „Wir sind mit der Friedensstadt Osnabrück und dem Konflikt der Varusschlacht eine Region mit zwei geschichtlichen Ereignissen, die international wahrgenommen werden. Krieg und Frieden liegen hier nah beieinander.“, betonte Oberbürgermeister Griesert in seinen Worten.

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“The Crimea in the system of political and economic connections with Black Sea and Mediterranean"

Scientific School in Simferopol (Krim) und Anapa (Russland) vom 09.-14. November 2015

Im November 2015 besuchten die Teilnehmer der Ausgrabung "Kimmerik – siedlungsarchäologische Untersuchungen auf der Kertsch-Halbinsel (Krim)" (Details) eine wissenschaftliche Schule mit dem Thema "Die Krim im System der politischen und ökonomischen Verbindungen mit dem Schwarz- und Mittelmeerraum". Diese fand vom 9.-11.11. in Simferopol (Krim) und vom 11.-14.11. in Anapa (Russland) statt. Organisiert wurde diese vom Institute of World History (RAS) und dem Institute for Archaeology of the Crimea. Neben deutschen waren dort auch rumänische, polnische, russische und ukrainische Archäologen vertreten.

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Ein neuentdecktes römisches Marschlager bei Wilkenburg, Gde. Laatzen, Region Hannover

Im Rahmen einer systematischen Flugprospektion im Auftrag des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege  hatte der Luftbildarchäologe Otto Braasch 1992 auf einer Ackerfläche bei Wilkenburg südlich von Hannover und westlich von Laatzen Grabenstrukturen erkannt, die sich in Form von Bewuchsmerkmalen an der Oberfläche abzeichneten. Die Archäologen des Niedersächsichen Landesamts für Denkmalpflege (NlD) fanden bei der Überprüfung im Gelände ur- und frühgeschichtliche Scherben, konnten die fragliche Ansprache „Römerzeit“ damals aber nicht verifizieren. Die Fläche mit den Luftbildbefunden wurde als Fundstelle unbekannter Zeitstellung in die archäologischen Karten eingetragen. [...]

Kooperationspartner

Universität Osnabrück
Prof. Dr. Salvatore Ortisi (Professur für die Archäologie der römischen Provinzen)
Prof. Dr. Joachim Härtling (Institut für Physische Geographie)
Dipl. Geogr. Andreas Stele (Institut für Geographie)

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
Hon. Prof. Dr. Stefan Winghart
Dr. Henning Haßmann
Friedrich-Wilhelm Wulf M.A.

Region Hannover
Ute Bartelt M.A.

Leibniz Universität Hannover
Dr. Robert Lehmann (Institut für Anorganische Chemie, Arbeitskreis Archäometrie)

Historisches Museum Frankfurt
Dr. Frank Berger

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Nettersheim – Alte Gasse

Die Grabungen 2012-2016

In zwei großen Grabungskampagnen 2012 und 2013 konnten wir an der Alten Gasse ein großes rechteckiges Gebäude („Handwerkerhaus“) freilegen, das mit seiner Längsseite an der römischen Fernstraße orientiert war. Im rückwärtigen Hausbereich konnten wir eine große Herdstelle (Esse?) und einen kleinen (Eisen-)Schmelzofen sowie eine aus Stein gesetzte (Werk-?)Bank freilegen. Die Einbauten deuten darauf hin, dass im rückwärtigen Hausbereich eine Schmiede betrieben wurde. Das wohl bereits im 1. Jh. angelegte Gebäude brannte mehrfach ab und wurde, zumindest einmal mit verändertem Grundriss, immer wieder aufgebaut. Um die Mitte des 3. Jhs. ist es in einer großen Brandkatastrophe, die weite Teile des Vicus getroffen hat, ein letztes Mal untergegangen und dann aufgegeben worden. [...]

Kooperationspartner

Gemeinde Nettersheim
LVR-Amt für Bodendenkmalpflege
Geographisches Institut der RWTH Aachen
Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln (Labür für Archäobotanik, Labor für Dendroarchäologie)
Dr. H. Christian Credner (Trier)

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Kimmerik

Siedlungsarchäologische Untersuchungen auf der Kertsch-Halbinsel (Krim)

Das antike Kimmerik liegt unweit der Meerenge von Kertsch an der Südküste der Krim. Das Bosporanische Reich, zu dem die Küstenstadt in der Antike gehörte, war eine der bedeutendsten Kontaktzonen zwischen den großen Kulturen des Mittelmeerraumes und den asiatischen Steppenvölkern. Das in vorangegangenen Untersuchungen und Surveys geborgene Fundmaterial deutet darauf hin, daß der strategisch günstig über einer Lagunenlandschaft gelegene Siedlungsberg von Kimmerick (Opuk) von der archaischen Zeit bis mindestens in das 6. oder 7. Jahrhundert genutzt wurde. Ein limesartiges Wall-Grabensystem, das die Kertsch-Halbinsel durchschneidet, hatte hier seinen südlichen Endpunkt. [...]

Leitung: Valentina Mordvintseva, Salvatore Ortisi

Mitarbeiterin: Sonja Dittebrandt

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