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Osnabrücker Historikerin mit OLB-Wissenschaftspreis ausgezeichnet

Zwei Absolventen der Universität Osnabrück sind mit dem OLB-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden: Dr. Dennis Weh (30) erhielt den 3. Platz in der Kategorie Doktorarbeiten, Anne Südbeck (28) den 3. Platz in der Kategorie Abschlussarbeiten. Sie nahmen die Ehrung gemeinsam mit vier weiteren Preisträgern am Dienstagabend (31. Januar) im Theater Laboratorium in Oldenburg entgegen. Der mit 22.000 Euro höchstdotierte Wissenschaftspreis im Nordwesten würdigt herausragende Dissertationen und Studienabschlussarbeiten.

Anne Südbeck verfasste ihre Masterarbeit an der Universität Osnabrück zu dem Thema »Die Wahlkapitulationen der Hildesheimer Bischöfe im Mittelalter.« »Es ist unglaublich faszinierend, sich die Grundlagen unserer Kultur vor Augen zu führen«, betonte sie. Die Auszeichnung ist für die Doktorandin eine wichtige Bestätigung ihrer eigenen Arbeit. Sie ermutige die gebürtige Mindenerin »dabeizubleiben, sie gibt mir neue Kraft für die Arbeit an meiner Dissertation«.

Karin Katerbau, Vorsitzende des Vorstands der OLB-Stiftung, überreichte gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jury, Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß aus Konstanz, die Preisträgerurkunden und das Preisgeld von je 2.500 Euro. »Wir freuen uns, dass der OLB-Wissenschaftspreis bei jungen Forschern einen hohen Stellenwert hat«, sagte die Vorsitzende der OLB-Stiftung: »Mit der Auszeichnung möchten wir Nachwuchswissenschaftler intensiv fördern.« In diesem Jahr gab es 127 Einsendungen, ein neuer Rekord.

Exkursion des Historischen Seminars nach Malta, 15. - 22. Februar 2017

Eine achttägige Exkursion nach Malta unter Leitung der Professor_innen Christiane Kunst, Christoph Rass und Thomas Vogtherr führt zu Stätten einer mehrtausendjährigen Geschichte. Wir besuchen Steinzeittempel, die Johanniterkathedrale und das World-War-II-Museum. Sie treffen Mitarbeiter_innen der EU-Asylbehörde, der Deutschen Botschaft und Ihre Kommiliton_innen der University of Malta zu einem Blick hinter die Kulissen. Die genaue Ausschreibung finden Sie als PDF zum Download.

Möglichst umgehende Anmeldung per Mail bei Prof. Dr. Thomas Vogtherr ist erwünscht; bald nach Neujahr erhalten Sie Bescheid über die nächsten Schritte.

Historiker mit Wissenschaftlichem Stauferpreis ausgezeichnet

PD Dr. Robert Gramsch-Stehfest, der derzeit an der Universität Osnabrück die Professur für Mittelalterliche Geschichte vertritt, wurde am 12. November mit dem Wissenschaftlichen Stauferpreis der Stauferstiftung Göppingen ausgezeichnet. Dieser renommierte, seit 1994 alle zwei Jahre verliehene, Preis ehrt herausragende Forschungsarbeiten zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit. Der Stauferpreis ist mit 5.000 Euro dotiert; in diesem Jahr ging er an zwei Wissenschaftler.

Mit dem Wissenschaftlichen Stauferpreis wurde die Habilitationsschrift „Das Reich als Netzwerk der Fürsten. Politische Strukturen unter dem Doppelkönigtum Friedrichs II. und Heinrichs (VII.) 1225-1235“ von Dr. Gramsch-Stehfest gewürdigt. Die Arbeit wurde 2009 an der Universität Jena eingereicht und 2013 publiziert. »Ich freue mich sehr, dass mit diesem Preis ein neuer wissenschaftlicher Ansatz in der mediävistischen Forschung gewürdigt wird«, sagt Dr. Gramsch-Stehfest.

Konkret geht es darum, soziologische Netzwerkforschung in der Mittelalterforschung einzusetzen. Gramsch-Stehfest hat die Jahre 1225 bis 1235 untersucht, in denen es in Deutschland zwei Könige gab: den Stauferkaiser Friedrich II. und dessen Sohn Heinrich (VII.). Er entwickelte eine Datenbank, in welcher die Beziehungen der Fürsten im Reich untereinander und ihr Verhältnis zu den zwei Königen abgebildet wurden.

Die mathematische Analyse der so modellierten politischen Beziehungsnetze förderte erstaunliche Ergebnisse zutage: König und Kaiser agierten in einem politischen Umfeld, das durch Fragmentierung in mehrere fürstliche Klientelverbände geprägt war. Auf die kürzest mögliche Formel gebracht: Es existierte im Reich eine West-Ost-Spaltung, welche die beiden Könige in einen Konflikt trieb. Dieser endete schließlich mit dem Sturz Heinrichs. Während die bisherige Forschung dem jungen König Unfähigkeit im Regieren attestiert hat, kommt Gramsch-Stehfest zu einem gänzlich anderen Ergebnis: »Wir können heute«, so der 48-jährige Mediävist, »gewissermaßen die Ehre Heinrichs (VII.) wiederherstellen, denn die Vorwürfe, die der Vater gegen ihn erhob, entbehren weitgehend der Grundlage.«

Mit seiner Arbeit hat Dr. Gramsch-Stehfest gezeigt, dass der Einsatz von Datenbanken und mathematischen Methoden auch in der Geschichtsforschung neue Einsichten in komplexe politische und soziale Systeme verspricht. Sie besitzt damit Wert über die engere Fragestellung hinaus. Die Preisverleihung fand zusammen mit einem Festvortrag des Geehrten im Rahmen der 27. Göppinger Staufertage statt.

Eine bedeutsame Geschichtsquelle: Sachsens Mittelalter wird an der Universität Osnabrück erforscht

Ein Benediktinerkloster in der Kleinstadt Pegau, etwa 20 Kilometer südlich von Leipzig, ist für das kommende Jahr einer der wesentlichen Gegenstände der Forschung des Historikers Professor Dr. Thomas Vogtherr von der Universität Osnabrück.

In Pegau wurde im 12. Jahrhundert mit der Anlage der „Pegauer Annalen“ begonnen, einer Geschichtsquelle, die weit über Sachsen hinaus für die Geschichte Deutschlands im Investiturstreit und in der Stauferzeit bedeutsam ist. Der Text dieser Annalen wird nun von Osnabrück aus neu herausgegeben, übersetzt und kommentiert. Die Basis dafür ist eine Pergamenthandschrift, die heute in der Universitätsbibliothek Albertina in Leipzig verwahrt wird. Vogtherr konnte sie bei seinen ersten Reisen nach Leipzig nun mehrere Tage lang genauestens untersuchen. Mit Unterstützung mehrerer deutscher Forschungseinrichtungen geht es nun daran, eine moderne Edition zu erarbeiten.

Die Förderung dieses Projektes durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) besteht im Wesentlichen darin, dass für den Osnabrücker Historiker ein Jahr lang ein bezahlter Vertreter eingestellt werden konnte. Das macht die alleinige Konzentration auf das Forschungsprojekt möglich. »Förderungen von Editionsprojekten durch die DFG werden zunehmend seltener. Ich freue mich deswegen ganz besonders darüber, dass mein Antrag erfolgreich war«, so der Osnabrücker Historiker.

Neue Ringvorlesung im WS 2016/17

Im WS 2016/17 veranstaltet der Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters eine Ringvorlesung zum Thema "Bilder vom Mittelalter. Vorstellungen von einer vergangenen Epoche und ihre Inszenierung in modernen Medien." Jeweils Donnerstags zwischen 18 und 20 Uhr c.t. (Raum 01/B01) berichten Dozenten der Universitäten Osnabrück, Münster und Oldenburg von der Mittelalterrezeption in Kinderbüchern, Fernsehserien oder Videospielen. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Prof. Vogtherr im Forschungssemester

Prof. Vogtherr ist im Wintersemester 2016/17 und im Sommersemester 2017 im Forschungssemester und bietet keine Vorlesung oder Seminare an. Seine Vertretung übernimmt PD Dr. Robert Gramsch-Stehfest.

Die neue Ausstellung in St. Marien
"drunter & drüber. Unter dem Parkhaus das Mittelalter"

So chaotisch, wie es der Titel verspricht, geht es in der Archäologie nicht immer zu. Wagt man dennoch einen Blick in den Untergrund, lässt sich so manch Erstaunliches entdecken. Eine neue Präsentation beleuchtet nun erstmals die abwechslungsreiche Geschichte rund um das Grundstück hinter der Marienkirche, die ebenso vielschichtig wie spannend ist.

Dort, wo sich die Altstadtgarage befindet, erinnert heute nichts mehr an die ehemals herausragende Bedeutung dieses Areals im Mittelalter. Vom Franziskanerorden zum Heilig-Geist-Hospital, bis hin zur Jakobskapelle: Mit der Ausstellung „drunter & drüber. Unter dem Parkhaus das Mittelalter“ tauchen die Besucher in die bewegte Lebenswelt des 13. und 14. Jahrhunderts in Osnabrück ein.

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Historischen Seminars der Universität Osnabrück, der Stadt- und Kreisarchäologie und der Stiftung St. Marien, mit freundlicher Unterstützung durch die Kirchengemeinde St. Marien. Neben der Ausstellung erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm mit Führungen, Vorträgen und Publikationen zum Ausstellungsthema.

19. Juni – 23. Oktober 2016, Kirche St. Marien in Osnabrück

täglich 10-12 und 15-17 Uhr geöffnet

www.marien-osnabrueck.de

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